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InSEKT 2009: Stadtbezirk Brackel

Planungsverwaltung legt Fortschreibung vor

Die Planungsverwaltung hat jetzt für weitere vier Stadtbezirke (Brackel, Hörde, Innenstadt-West, Scharnhorst) die vom Rat in Auftrag gegebene Fortschreibung der Integrierten Stadtbezirksentwicklungskonzepte (InSEKts) bis 2009 vorgelegt. Der Verwaltungsvorstand nahm die Berichte in der  Sitzung vom 02.12.2008 zur Kenntnis. Sie gehen nun zur Beratung an die politischen Gremien der Stadt.

Die Fortschreibung 2009 gibt einen aktuellen und fachlich umfassenden Überblick über Entwicklungspotenziale und -perspektiven sowie über lokale Besonderheiten, Funktionen und Aufgaben der einzelnen Stadtbezirke.

Im Stadtbezirk Brackel hat die Bevölkerungszahl seit 2001 kontinuierlich abgenommen. Dennoch war Brackel im Jahr 2007 mit 54.622 Einwohnern hinter Hombruch und Aplerbeck der Stadtbezirk mit der dritthöchsten Einwohnerzahl. Die mit 19,4 % unterdurchschnittliche Minderjährigenquote (Dortmund: 20,3 %) und der mit 5,1 % überdurchschnittliche Hochbetagtenanteil (Dortmund: 4,9 %) belegen, dass die Bevölkerung in Brackel recht alt ist. Der Ausländeranteil ist mit 6,0 % (Dortmund: 12,8 %) außergewöhnlich niedrig. Die Arbeitslosenquote bewegte sich 2007 bei 11,1 % (Dortmund: 14 %) und lag damit erneut unter dem Dortmunder Durchschnitt.

Im Einzelhandel hat die Verkaufsfläche zwischen 2002 und 2005 um 3.000 m² zugenommen. Gleichzeitig ist die Anzahl der Betriebe um neun auf 274 gesunken und auch die Kaufkraftbindungsquote und der Umsatz gingen zurück. Das Kaufkraftpotenzial der Brackeler Einwohner beträgt 2,3 Milliarden Euro, was einem Anteil von 9 % an der Dortmunder Gesamtkaufkraft entspricht. Ansiedlungspotenziale bestehen unter anderem im Stadtbezirkszentrum und in Wickede. 

Der Stadtbezirk Brackel ist seit Jahren ein beliebter Standort für den Eigenheimbau. Der Anteil der Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern lag 2007 mit 30,1 % deutlich über dem Dortmunder Durchschnitt (23,0 %). Zukünftig wird das Baugebiet „Hohenbuschei“ das Angebot an Bauland erheblich vergrößern. Mit 122 Hektar weist der Stadtbezirk Brackel noch umfangreiche Entwicklungsflächen mit Potenzial für knapp 3.500 Wohneinheiten auf.

Grünflächen und Freiräumeprägen den Stadtbezirk Brackel und werden kontinuierlich ausgebaut. Die Neubaugebiete „Kahle Hege“, „Wohnpark Stadtgärtnerei“ und „Hohenbuschei“ werden über Grünverbindungen und öffentliche Grünflächen verfügen. Die Rekultivierung der Halde Schleswig wird bereits umgesetzt. Die dabei geplanten Rad- und Wanderwege werden in das übergeordnete Netz integriert. Mit dem Abschluss des ökologischen Umbaus der Körne verfügt der Stadtbezirk Brackel nun über ein Gewässer, das sowohl für die Ökologie als auch die Naherholung große Bedeutung hat.

Im Stadtbezirk Brackel liegen 13 % der Dortmunder Wirtschaftsflächen. Hier sind zahlreiche Gewerbeunternehmen ansässig, von denen einige auf dem Weltmarkt aktiv sind. Auch der Flughafen Dortmund sowie die angekoppelten Unternehmen sind bedeutende Arbeitgeber. Mit 29,6 Hektar weist Brackel im Vergleich zu anderen Dortmunder Stadtbezirken hohe Wirtschaftsflächenreserven auf, wobei die Fläche „Buddenacker“ vorerst nicht vermarktbar ist.

Die Kinderbetreuungsangebote wurden kontinuierlich ausgebaut. In 14 Brackeler Schulen flossen seit 2004 rund 27,5 Millionen Euro - schwerpunktmäßig in die Gebäudesanierung und in den Brandschutz. In den nächsten Jahren sind Investitionen in Höhe von 34,4 Millionen Euro geplant. Im Jahr 2006 wurden die Außenanlagen der Kindertageseinrichtungen am Molnerweg,  an der Ebbinghausstraße und an der Oesterstraße saniert oder neu gestaltet. Ferner wurden zwei Jugendtreffs – „time out“ in Wickede und „KON“ in Asseln – neu eröffnet. Das Familienbüro sowie das Seniorenbüro nahmen 2006 ihre Arbeit auf. Der Stadtbezirk Brackel zeichnet sich durch ein vielfältiges Angebot an Sportanlagen aus, das durch den Neubau der Sportanlage „Pappelstadion“ sowie die Sanierung der Sportanlage „Haferfeldstraße“ weiter komplettiert wird. Anfang 2006 wurde im Fußballpark Borussia auf dem Gelände Hohenbuschei der Betrieb aufgenommen. Das Kulturzentrum balou spielt als Veranstaltungsort und Veranstalter auch regional eine wichtige Rolle. Die Musikschule Dortmund hat ihr Angebot seit 2004 erheblich ausgeweitet, was an deutlich gestiegenen Schülerzahlen sowie vielfältigen Kursen ablesbar ist.

Die verkehrliche Infrastruktur wurde durch die Fertigstellung der B 236 n und des Teilstücks der L 663 n erheblich verbessert. Das gilt durch den teilweise zweigleisigen Ausbau der Stadtbahnstrecke, den barrierefreien Ausbau von Haltestellen sowie neue Park-and-Ride-Anlagen auch für den Öffentlichen Personennahverkehr. Die Radwegenetzlücken werden nach und nach geschlossen.

Im Bereich der technischen Infrastruktur wurden seit 2004 rund 5,7 Millionen Euro in die Sanierung bzw. Erneuerung des Entwässerungssystems gesteckt. Das Erreichen von Klimaschutzzielen wird durch die Festsetzung des KfW-60-Standards in den Neubaugebieten „Wohnpark Stadtgärtnerei“ sowie „Hohenbuschei“ forciert. Zur Stärkung der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung wurde in Asseln die Feuerwache 3 neu gebaut. Zudem hat eine Ausweitung der Streifendienste stattgefunden.

Seit 2004 wurde die Denkmalliste um den Jüdischen Friedhof Wickede sowie den Hauptfriedhof ergänzt. Nun verfügt Brackel über 42 Objekte, die in der Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen sind.






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