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[d4menuitem mit Link 'http://microsites.dortmund.de/dortmundagentur/project/assets/template0.jsp?nid=92359&smi=1.0' nicht gefunden]Rheinische Straße wird Modellquartier für Energieeffizienz
Zur Beratung in die politischen Gremien
Das Stadtgebiet rund um die Rheinische Straße soll zum Modell in Sachen Energieeffizienz werden. Ziel des städtischen Projektes ist, nicht nur eine Wohnung, ein Gebäude oder einen Gebäudekomplex energetisch zu optimieren, sondern ein ganzes Stadtquartier.
Der Verwaltungsvorstand ließ sich die Vorschläge der Fachverwaltung erläutern und beschloss, sie zur Beratung in die politischen Gremien weiter zu leiten. Danach soll ein ganzes Bündel von Maßnahmen zur Energieeinsparung für eine flächendeckende Verminderung von CO2-Emissionen im Interesse des Umwelt- und Klimaschutzes sorgen und Hand in Hand mit Kosteneinsparungen für die privaten Haushalte gehen – die einzig wirklich effiziente Antwort auf steigende Strom- und Heizkosten.
Bis weit in die 70er Jahre hinein war Energiesparen und somit ein nachhaltiger Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen kaum ein Thema bei der Errichtung von Gebäuden. Auf eine gute Wärmedämmung der Gebäudehülle wurde ganz oder teilweise verzichtet, der Wirkungsgrad der eingebauten Heizungstechnik war gering. Dies änderte sich erst mit den Wärmeschutzverordnungen von 1979 und 1984.
Rund 75 Prozent der Dortmunder Wohnfläche wurden vor 1979 gebaut. Etwa drei Viertel der in privaten Haushalten benötigten Energie dient dem Zweck, eine behagliche Raumtemperatur zu erreichen. Mittlerweile gehören die privaten Haushalte mit zu den Hauptemittenten von CO2 in Dortmund.
In einer energieorientierten Sanierung des Altbaubestandes liegt daher eines der größten Energieeinsparpotentiale und damit auch eine der wirksamsten Möglichkeiten zur Verminderung der CO2-Emissionen in Dortmund. Den Stromverbrauch zu senken ist eine weitere Aufgabe des Projektes, denn Strom ist teuer und belastet die Umwelt wegen seines hohen CO2-Emissionsfaktors besonders stark.
Zugleich gilt aber auch: Klimaschutz beginnt mit dem Energie sparen in privaten Haushalten. Selbst die beste technische Ausstattung verpufft in ihrer Wirkung, wenn der Nutzer sie nicht optimal einsetzt.
Das Projekt „Energieeffizienzquartier Rheinische Straße“ besteht aus drei Bausteinen:
Energiesparberatung
Eine passive Energieberatung lediglich auf Nachfrage ist wenig sinnvoll. Deshalb werden zielgruppenorientierte aktive Beratungsangebote entwickelt und erprobt. Zur Unterstützung der Beratungstätigkeit kommt ein „Erste-Hilfe-Koffer Energiesparen“ zum Einsatz. Mit Hilfe von Sponsoren soll ein Paket mit kleinen Energiesparhilfen (z.B. schaltbare Steckerleiste, Energiesparleuchte, Isolierungsmaterial...) geschnürt werden. Dieses in den Niederlanden bereits erprobte Set dient gleichzeitig als Türöffner und Demonstrationsobjekt.
Energetische Altbaumodernisierung
Dieser Baustein sieht drei aufeinander abgestimmte Beratungspakete vor. Das weitreichendste ist die Einzelberatung und Entwicklung von individuellen Sanierungskonzepten inklusive Finanz- und Maßnahmenplan sowie intensiver Begleitung während der Bauphase. Daneben werden in Veranstaltungen und mit Aktionen Gruppenberatungen für einzelne Straßenzüge oder Umplanungsbereiche oder auch für gewisse Eigentümergruppen angeboten. Zur Unterstützung von Hauseigentümern mit schmalem Budget schließlich wird ein Katalog kleiner technischer Maßnahmen erstellt, die einerseits einen Beitrag zur Energieeinsparung leisten und andererseits dennoch kostenmäßig zu stemmen sind.
Öffentlichkeitsarbeit
Die Themen Energiesparen und energetische Modernisierung sollen für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtumbaugebietes Rheinische Straße erschlossen werden. Neben einer kontinuierlichen Energieberatung im Quartiersbüro soll deshalb durch regelmäßige Aktionen die Aufmerksamkeit immer wieder auf das Energiethema gelenkt werden.
Für die drei Bausteine sollen - vorbehaltlich eines positiven Förderbescheids des Landes - insgesamt 550.000 Euro durch das Land NRW und die Stadt Dortmund für die Jahre 2009 bis 2013 zur Verfügung gestellt werden.
(Bildmaterial Lutz Kampert)

